Mittwoch, März 01, 2006

Notebook in der Bahn um 19:00 Uhr

Letztens fuhr ich mit meiner Tochter im IC von Hamburg nach Hause (das ist weit weg von Hamburg). Ich saß zum Gang hin zusammengequetscht zwischen Tisch, meiner schlafenden Tochter auf dem Schoß und IC-Sitzgelegenheit, neben mir am Fenster war frei. In Frankfurt steigt dann ein obligatorischer Geschäftsmann mit Notebook ein und will unbedingt ans Fenster, nein, durchrutschen ginge nicht, weil da die Steckdose für seinen Rechner ist. Ich schäle mich also mit akrobatischem Geschick in den Gang und bin froh, dass meine Tochter weiterschläft. Und was macht der wichtige Mann mit seinem wichtigen Gerät? Er schreibt eine Mitteilung, die exakt zwei Zeilen lang ist. Für den Ausfüllen des Headers braucht er 10 Min., für den Text nochmal 10 und anschließend ömmelt er mit einem Programm zum Erstellen von mindmaps rum, mit dem Ergebnis, dass er am Ende ein Oval mit Text ("ad item") zentriert auf eine Querseite A4 gezaubert hat. ... Ich bin jahrelang als Pendler nach Frankfurt gefahren, die Notebook-Aufklapper tun immer so, als hätten sie Wunder-weiß-was zu tun, aber am Ende haben sie nur minutenlang Fensterchen rumgeschoben oder Excel-Zellen formatiert - und das alles in Zeitlupe. Könnt Ihr Notebook-Aufklapper wenigstens so ehrlich und freundlich sein, und eine ordentliche DVD einlegen?! Dann habe ich wenigstens auch was von. Danke, wir sehen uns.

Herr Haeusler macht wenigstens vernünftige Sachen mit seinem Klapprechner.

2 Comments:

Anonymous johnny said...

Ich sehe die immer nur Solitaire spielen. DVDs gucken geht ja nicht, die Batterie hält selten so lange...

1:48 nachm.  
Blogger arbeitsblog said...

Solitär haben nur die Soldaten gespielt und statt Batterie gibt's ja die besagte Steckdose.

9:30 nachm.  

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